Ein Jahr in Togo – Maxi Lang berichtet

„Yovo, Yovo Bonsoir!“ schallt es aus jeder Ecke in Togo. Die Kinder rufen dir „Weißer, Weißer, Guten Abend!“ zu. Es ist natürlich auffällig, wenn ein Weißer durch die Straßen schlendert. Jeder schaut dich an. Du stichst heraus. Du wirst durch den Kindergesang begrüßt. Und dieser Weiße bin ich: Maximilian Lang. 

Seit August 2016 habe ich Karlsruhe in Richtung Togo verlassen und meinen CVJM, meine Familie, meine Freunde und mein altes Leben zurückgelassen. Ich absolviere in Westafrika meinen Internationalen Freiwilligen Dienst.

Endsendet werde ich von der CVJM AG Deutschland. Unzählige Orte stehen dir als CVJM-Freiwilliger inzwischen zur Auswahl. Von Kolumbien über Ghana nach Hong Kong bis Chennai in Indien. Über die ganze Welt verteilen sich jedes Jahr 50 Freiwillige. Ich landete nach meiner Suche auf „weltwärts.de“ bei Togo.

Ich befinde mich zwar nur neun Flugstunden von Deutschland entfernt und doch in einer anderen Welt. Politik, Landschaft, Leute und Kultur sind grundverschieden. Nichts außer die alten Opel-Auto-Taxis aus Deutschland erinnern dich an deine Heimat.

Die Republik Togo gilt mir ihren schönen Stränden im Süden, tiefgrünen Tälern und Wäldern im Zentrum sowie der Grassavanne im Norden landschaftlich tatsächlich als eines der schönsten Länder in Westafrika. Das kleine Land, das etwa die Fläche des Bundeslandes Bayern aufweist, erstreckt sich von der Küste, dem Golf von Guinea im Süden, über 550km bis nach Burkina Faso im Norden. Faktoren wie Armut, unzureichende Gesundheitsversorgung und geringe Bildung sind aber immer noch für etwa zwei Drittel der Bevölkerung kennzeichnend. Togo ist das 22 schlecht entwickelteste Land der Welt.

Und mitten drin lebe ich in Atakpamé, einer bewaldeten, hügligen Stadt mit ca. 80.000 Einwohnern. Schwarzwaldfeeling. Bananenpflanzen ranken sich zwischen Palmen, Mais, Schilf, Mangobäumen. Atakpamé pflanzt sich, drängt sich quasi auf und in die Hügel.

Dort arbeite ich sechs Tage in der Woche mit Kindern und Jugendlichen im YMCA Togo zusammen. Teil der Arbeit sind beispielsweise Animationen, einer großen Jungschar mit 30 – 200 Kindern, Deutschunterricht oder Fußballtraining. Sehr abwechslungsreich und fordernd.

Das Leben ist entspannter, gleichzeitig auch quirliger. Tatsächlich ähnlich wie man es sich vorstellt: Märkte, Hitze, Afrikanische Mentalität und andere Kultur.Ich bin sehr dankbar für die Wahl. Empfehlung!

Du willst viele Bilder von meiner Arbeit und dem Land sehen? Dich interessiert wie Armut sich in Togo äußert? Oder wie genau mein Leben hier funktioniert? Du möchtest generell mehr erfahren? Dann schaue auf meinem Blog www.vieautogo.wordpress.com vorbei, bleib aktuell und abonniere ihn oder melde dich per E-Mail: maximilian97@gmx.de.

Vielen Dank an alle Unterstützer und für alle Gebete und Gedanken! Sonnige Grüße aus Togo ins hoffentlich sommerliche Karlsruhe!

Euer Maxi

Weitere Informationen zur weltweit-Arbeit des CVJM Karlsruhe finden sich HIER

By |2017-06-21T15:06:07+01:0021. Juni 2017|Allgemein, CVJM, Featured|